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Exercises

Allgemeines Aufwaermen
Specielles Warm Up
Uebungen
Cool Down
Prinzipien des Trainings

Richtige Intenistaetswahl

Superkompensation

 

Allgemeines Aufwaermen (8 - 15 min)

Das Allgemeine Aufwaermen ist ein sehr wichtiger Teil des Trainings. Er ermoeglicht dem Koerper sich auf die kommende Anstrengung vorzubereiten, Bereiche des aktiven und passiven Bewegungsapparat zu erwaermen und somit Verletzungen vorzubeugen so wie eine mentale Einstellung auf die koerperlichen und mentalen Belastungen.

Im einzelnen sind dies:

  • Erhoehung der Koerpertemperatur von 37 Grad auf bis zu 38,5 Grad
    Dadurch werden Muskeln, Baender und Knorpel elastischer welches das Verletzungsrisiko signifikant senkt
     

  • Mobilisation des Herz-Kreislaufsystems welches die Leistungsbereitschaft erhoeht
     

  • Mentale Vorbereitung - Erhoehung der Konzentration und Motivation
     

  • Erhoehung des biochemischen Metabolismus
     

  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Muskel
     

  • Verbesserte Leitfaehigkeit des Nervensystems und bessere Reaktionsfaehigkeit in der Muskelkoordination

 

Spezielles Warm Up (3 - 10  min)

In Hinsicht auf die folgenden Uebungen ist es notwendig die Bereiche des Koerpers, die im spaeteren Training hoeheren Belastungen ausgesetzt werden, einem speziellem Warm Up zu unterziehen. Hierbei sei gesagt, dass ein spezielles Warm Up nicht immer ein Stretching mit sich bringen muss.
Die Art der folgenden Uebungen is ausschlaggebend, wie ich mein spezielles Warm Up gestalte.

Beispiel 1:
Ein Turner sollte sich vor seinem Training in besonders hohem Masse dem Dehnen widmen. Seine Sportart verlangt von ihm maximale Gelenkpositionen zu erreichen die er zu dem dynamisch einnehmen muss ohne dabei Spannungen im Muskel zu verlieren. Fuer ihn bedeutet dies also, dass ein dynamisches Dehnen gepaart mit vorbereitenden gymnastischen Uebungen die denen der Hauptuebungen vom Bewegungsradius relativ nahe kommen. Wuerde der Turner dies nicht durchfuehren und ohne ein vorbereitendes Stretching in das Training gehen, waere zumindest auf Dauer eine Verletzung vorprogrammiert.

Beipiel 2:
In einer Yogastunde fuer Anfaenger ein dynamische federndes Dehnen durchzufuehren waere nicht sinnvoll, da bei den Hauptuebungen in der regel mit statischen Dehntechniken gearbeitet wird. Hierbei sollte neben einem kleinen allgemeinen Aufwaermen ein langsames Heranfuehren an die subjektiv ohne Schmerzen erreichbare maximale Gelenkposition erfolgen.

Beispiel 3:
Der Laeufer, der sich auf seinen Lauf vorbereitet hat eine besondere Stellung. Normalerweise spricht nichts dagegen, wenn er sich nur mit einem allgemeinen Aufwaermen auf die Trainingseinheit vorbereitet. Beim Laufen werden keine maximalen Gelenkpositionen erreicht, ebenso muss er keine ausserordentlichen dynamischen Trainingsreize setzen. Das Verletzungsrisiko bei der aeltesten Art der Fortbewegung ist ebenfalls so gering, dass wir es nicht wirklich beachten muessen. Viele meiner Klienten, ebenso auch ich selbst, finden durch ein kurzes dynamisches Dehnen besser in einen Laufrhytmus um somit bessere Leistungen zu erreichen. Andere widerum klagen darueber, dass das Dehnen nach dem Aufwaermen sie aus ihrem bereits gefundenen Rhytmus herausreisst. Also hier muss jeder selbst schauen, wie er sein Training besser durchfuehren kann. Sollten sie sich nicht sicher sein, ein leichtes dynamisches Dehnen wird das Verletzungsrisiko nicht erhoehen.

 

Uebungen

Die folgenden Animationen beinhalten jeweils 3 Bilder. Sollten sie eine langsame Internetverbindung nutzen, warten sie bitte einige Sekunden bis alle drei Bilder geladen wurden und die Animation automatisch startet. Sollten sie Fragen bezueglich der Techniken haben, stehe ich ihnen gerne zur Verfuegung.
 
Brust Ruecken Schulter

Bench press sitting

Latpull to the chest

Shoulder press
Benchpress free weight Latpull reverse Side lift
Benchpress machine One arm rowing Front lift
Push up wide Reverse flys Upright row
Push up narrow Dead lift Upper arm rotation
Flys Hip lift  
Beine Armbeuger Armstrecker
Squats SZ-Curls classic grip Trizeps push
Jumps SZ-Curls forward grip Rope pull
Leg extension Hammer curls Kickback
Leg curls Hammer scott curls French press
Lounges Concentration curls Dips
Standing glutes Twisted curls Push up narrow
Bauch Gymnastische Uebungen
Crunches Knee mobilisation Knee twist
Cross crunches Hip - Spine mobilisation  
Toe touch Chest - Shoulder mobilisation  
Ball lift Shoulder bridge  
Ball touch Shoulder bridge one leg  
Hip lift Side kick  
Elbow stand Leg lift  
Stretching
Calf (m. gastrocnemius) Calf (m. soleus) Thighs (m. quadriceps)
Thighs (adductors) Thighs (abductors) Hipflexor
Gluteus Abdominals Back (m. latissimus)
Lower spine (twist) Lower spine (stretch) Hamstrings
Back (m. trapezius) Chest Shoulder
Trizeps Arm flexor Neck (m. trapezius)
Uebungen mit dem Ball
Abdominal stretch Leg lift - seated Hyperextension ball
Double leg balance Spine stretch Side crunches ball
Side lift gym ball Leg lift - laying Spine rotation ball
Leg lift neck supported Spine twist Inner thigh ball
Hundreds    

 

Cool Down

Das Cool Down dient zur Herunterregulierung der Koerperspannung. Der positive Effekt ist eine schnellere Regeneration die es uns ermoeglicht den naechsten Trainingsreiz frueher setzen zu koennen, was wiederum Auswirkung auf unsere Zukuenftige Leistungssteigerung hat. Ebenso wie ein gemindertes Verletzungsrisiko.
Das Cool Down ist ein sehr wichtiger Teil des Trainings. Ohne ihn wuerde das Verletzungsrisiko sowie die Gefahr eines Uebertrainings enorm ansteigen und waere ueber kurz oder lang ein Garant fuer koerperliche Probleme.

Nach dem Cool Down sollte immer ein Stretching erfolgen. Hier ist in jedem Falle ein Dehnprogramm angebracht, da das Ziel ist, die Spannung aus dem Muskel zu entlassen. Allerdings muesser wir auch hier vorsichtig sein. Wurden waehrend des Haupttrainingprogramms sehr hohe Intensitaeten erreicht, etwa wie bei einem intensiven Intervalltraining, sollte nach dem herunterregulieren der Herz-Kreislauftaetigkeit ein statisches Dehnen erfolgen, welches nicht maximale Gelenkpositionen vorsieht. Der immer noch hohe Muskeltonus beguenstigt in diesem Falle eine Erweiterung der Mikrotraumatismen, die bereits durch das Training erfolge sind. Somit ist das Verletzungsrisiko, beim Versuch ein intensiives Dehnen durchzufuehren stark erhoeht.
Um seine Flexibilitaet am effektivsten zu erhoehen, empfiehlt es sich seperate Dehneinheiten in den Wochenplan mit einzubinden. Dies koennte zum Beispiel in Form einer Yogastunde erfolgen. Auch beim Dehnen wird haeufig in Saetzen gearbeitet. Das statische Dehnen im Ende des Trainings sollte ca 20 - 30 Sekunden gehalten werden. 2 - 3 Saetze waeren optimal, wobei allerdings auch schon 1 Satz zu einer schnelleren Regeneration und Verletzungsvorbeugung bietraegt.

Trainingsprinzipien

Regelmaessigkeit

Kein Training wird von einem langfristigen Erfolg gekroent sein, sollte die Regelmaessigkeit der wiederkehrenden Reize ausbleiben. Haeufig habe ich bei den Menschen bemerkt, dass sie von einer enormen Motvation gepackt wurden, 5 - 7 Mal die Woche Sport betrieben haben, jedoch nur fuer 1 - 2 Wochen. Aussagen wie "Ab heute gehe ich jeden Morgen ne halbe Stunde Laufen" koennen getrost ueberhoert werden, denn derjenige wird dies nur in einem von 1000 Faellen auch tatsaechlich ueber den genannten Zeitraum hinweg beibehalten. Bei 2 Trainingseinheiten pro Woche von je 45 - 60 Minuten fangen wir an von Regelmaessigkeit zu sprechen. Hier kann man bereits gute Erfolge in den Bereichen Fitness und Gesundheit erreichen. Natuerlich gibt es Personen die bis zu 12 Trainingseinheiten pro Woche absolvieren (morgens und abends) jedoch befinden wir uns dann bereits im Profibereich.

Relation zwischen Belastung und Erholung

Der Trainingsplan muss so gestaltet werden, dass fuer ausreichend Erholung zwischen den einzelnen Einheiten gesorgt ist. Dabei muss man beruecksichtigen, das intensive Einheiten auch eine laengere Erholungsphase mit sich bringen. Grundsaetzlich ist der Koerper in der Lage sich an sehr hohe Belastungen zu gewoehnen, auch wenn sie in einem sehr kurzen Abstand erfolgen. Im gesundheitsorientierten Sport jedoch ist es nicht unser Ziel so schnell wie moeglich ohne Ruecksicht auf Verluste an unser Ziel zu gelangen, sondern vielmehr behutsam an unsere Kapazitaeten heranzutasten um dauerhaft Aktiv zu bleiben.

Nach sehr intensiven Einheiten kann es sein, dass der Koerper oder die Koerperregion bis zu 3 Tage Erholung braucht, bevor man einen erneuten Reiz setzen kann. Ein Wettkampfathlet im Marathon benoetigt beispielsweise nach einem Wettkampf bis zu 4 Wochen um saemtliche koerperlichen Paramter zu regenerieren.
Ein gutes Beispiel hierfuer sind Radrennfahrer der Tour de France. Nach der Etappe muessen diese Athleten (ob gedoped oder nicht) so schnell wie moeglich in einen gut beheizten Raum und werden innerhalb kuerzester Zeit einem Regenerationsprogramm unterzogen an dem Physiotherapeuten, Aerzte und Massere beteiligt sind. Ihr Immunsystem ist nach der Etappe so sehr geschwaecht, dass sie es sich nicht leisten koennen lange Interviews zu geben sondern als erstes ihre Betreuereinheit ansteuern.
Bei unserem gesundheitsorientierten Training ist dies nicht notwendig, jedoch werden sie feststellen, dass nach einer gewissen Zeit die Motivation immer noch ein wenig besser zu werden ansteigt. Um hier realistische Teilziele setzen zu koennen bedarf es der Planung des Training. Insbesondere der Relation zwischen den Belastungs- und Regenerationsphasen.

Ob sie in einem Zustand des Uebertrainings sind kann sich unter anderem durch diese Symptome aeussern:

  • Schlaflosigkeit

  • Aggressivitaet

  • Haeufiges Hungergefuehl

  • Erhoehte Anfaelligkeit fuer Erkrankungen

  • Schmerzen und Verletzungen

  • Schlechte Konzentration

  • Hoher Ruhepuls

  • Abgeschlagenheit

  • Leistungsabfall

Selbstverstaendlich gibt es noch eine Reihe weiterer Symptome, die allerdings bei jedem in unterschiedlicher Intensitaet und Reihenfolge auftreten.

Die Wahl der richtigen Intensitaet

Wie schon im Bereich Belastung und Erholung beschrieben, ist die Wahl der Intensitaet ebenfalls von grosser Bedeutung. Haefig kann man, besonders zu Neujahr bei seinem eigenen Lauftraining im Wald, Menschen sehen, die ebenfalls Joggen und einen Gesichtsausdruck und Koerperhaltung haben sowie Geraeusche machen, die einen unweigerlich zum Handy greifen lassen um den naechsten Notarzt zu rufen.

Ganz genau, wir haben es hier mit der Sorte Mensch zu tun, die sich zum neuen Jahr vorgenommen haben, dieses Jahr etwas fuer die Figur zu tun. Abgesehen, dass die Planung bei dem Wort "etwas" bereits abgeschlossen ist, waehlen diese Personen (zu denen ich auch einst gehoerte) meist eine voellig falsche Intensitaet. Anstatt langsam zu versuchen ein Koerpergefuehl aufzubauen um sich selbst die Chance zu geben zu erkennen wo meine Leistungsgrenzen sind, werden die koerperlichen Leistungsgrenzen bereits vom ersten Training an ausgereizt und somit ein enorm langer Regenerationsprozess gestartet, den der Koerper meist nicht in der Lage ist bis zum naechsten Trainingsreiz abzuschliessen.

Das andere Extrem gibt es allerdins auch. Seitdem das Power- und Nordicwalking Einzug in die Fitnessszene gehalten hat, sieht man immer haeufiger Menschen, die schnellen Schrittes an einem vorbeiwandern. Diese Art der Bewegung ist sehr gut, wenn man Einsteiger ist, oder wenn man auf Grund von Alter, Verletzungen mit bleibendem Schaden oder sonstigen Erkrankungen zu nicht hoeheren Intensitaeten greifen kann.
Die 35 jaehrige Frau mit einem BMI von 30 wird es bei einer Trainingshaeufigkeit von 2 Mal die Woche und einer Trainings dauer von 30 - 45 Minuten nicht schaffen, den Metabolismus effektiv erhoehen zu koennen um so auf ihr Wunschgewicht zu kommen. Warum nicht die Intensitaet durch kleine Laufeinlagen schrittweise erhoehen? So lange keine ernsthaften Beschwerden am Bewegungsapparat entstehen, ist doch dabei nichts dagegen einzuwenden. Im Falle der Gewichtsreduzierung muss ich natuerlich darauf hinweisen, dass die Ernaehrung zu 60% mit zu dem Erreichen der gesetzten Ziele beitraegt. Hierzu koennen sie auf der Seite Ernaehrung ebenfalls hilfreiche Informationen finden.

Das erreichen meines Zieles im Bereich der Fitness sowie der Gesundheit ist von einer Steigerung der Intensitaet in den richtigen Abschnitten entscheidend abhaengig.
Ein Trainingsreiz der vor 2 Monaten noch zu einem Anpassungsprozess im Koerper gefuehrt hat dient vielleicht heute nur noch zu einem Erhalt der koerperlichen Leistungsstufe.

Ebenso kann ein zu grosser Trainingsreiz zu einer Verringerung der koerperlichen Leistungsfaehigkeit fuehren, da Regenerationsprozesse nicht in einem akzeptablen Zeitrahmen abgeschlossen werden koennen.

Superkompensation